Bis deine Sehnsucht in Ihm
ruht
Wenn du tief in dir spürst,
dass dein Leben
wie Sand in der Sanduhr
verrinnt,
- der Himmel ist grau, ohne
Sonne -
wenn die Hoffnung in dir
langsam sinkt,
wenn du mutlos siehst, wie
die Jahre
kurz aufblüh’n,
verwelken, vergeh’n,
und wenn es dir weh tut,
dass die Menschen
mit der Erde dem Ende zudreh’n,
wenn dein Lebenslicht dir
zum Docht wird,
der schon sterbend im
Dunkeln verglimmt
und die Menschen, die du
jetzt bräuchtest,
mal wieder keine Freunde
sind,...
...dann zög’re
nicht, IHN anzurufen,
der uns erschuf. ER meint es
gut.
Höre nicht auf, den Schöpfer zu suchen,
bis deine Sehnsucht in IHM
ruht.
Wenn du zurückblickst und
siehst: viele Träume
sind wie Seifenblasen längst
zerplatzt,
und auch das, wofür du jetzt
lebst,
wird schon stumpf, von der
Zeit angekratzt,
wenn du feststellst, dass
deine Kräfte
– noch gestern war’n sie dir treu –
dass sie heute langsam
schwinden
- mit den Jahren wird alt,
was mal neu -
wenn du sehn musst, wie
versenkt wird
ein Mensch in ein kühles
Grab,
den du liebtest, der dich
liebte,
der dir so viel bedeutet
hat,...
...dann zög’re
nicht, IHN anzurufen,
der uns erschuf. ER meint es
gut.
Höre nicht auf, unsern Schöpfer zu suchen,
bis deine Sehnsucht in IHM
ruht.
(Rüdiger Fuchs 1995/2004,
nach dem Wort
des Kirchevaters
Augustinus: „Unser Herz
bleibt unruhig auf Erden, bis
es ruhet in Gott“.
Mel. aus ‚The Loner’ von Garry Moore)