Das
Gefängnis der Bilder
Gefühle oder Phantasie
nehmen oft gefangen.
Dann muss man ignorieren
sie,
sonst kann man nicht
gelangen
zur Wirklichkeit, so wie sie
ist.
Ich leb’ in lauter Bildern,
die – wenn ich stopp’ das
Grübeln nicht –
in meinem Kopf verwildern.
Die Wirklichkeit sieht
anders aus,
und sie alleine zählt!
Wir müssen aus den Bildern
raus,
aus der Gedankenwelt.
Im Miteinander-Reden
und Aufeinander-Hören
wird uns die Chance gegeben,
die Bilder zu zerstören,
die wir solange haben
und weitermal’n
vom andern,
solange wir’s nicht wagen,
aus ihnen auszuwandern.
(Rüdiger Fuchs 1998)