Das
Lächeln
Es war einmal ein Lächeln,
kurz, doch herzlich, mehr
nicht,
das flog von freundlichen
Lippen
zu einem andern Gesicht.
Es erfreute dann dort auch
das Herz
des fremden, anderen
Menschen.
Der konnte nun gar nicht
mehr anders –
er musste es weiter verschenken
an jeden, dem er begegnete,
und so ist ein Wunder geschehn:
In immer mehr
Menschengesichtern
war ein fröhliches Lächeln
zu sehn.
Man grüßte sich und man
lachte
oder blieb zum Gespräch
sogar stehn.
Man winkte und man nickte
sich zu im Vorübergehn.
Das Lächeln flog durch die
Straßen
von Mensch zu Mensch in der
Stadt.
Freundlicher macht diese
Welt,
wer ein freundliches Lächeln
hat.
(Rüdiger Fuchs 2003)