Die schlimmste Krankheit
dieser Welt
ist: unerwünscht in ihr zu
sein.
In jedes Herz muss unbedingt
„ich bin erwünscht, bin gern
gesehn,
bin - wie ich bin - geliebt“
hinein.
Kein Mensch mag unerwünscht
gern leben.
Er wird sich bald schon
selbst aufgeben.
Und gar nicht selten dann
geschieht
sogar der nächste Suizid,
manchmal schnell, per
Strick, mit Waffe,
manchmal langsam mit der
Flasche.
Oder: unerwünschte Menschen
werden hart, wenn sie
verbittern,
woll’n sich rächen an der Welt.
Menschen um sie lernen
zittern
oder leiden auch Gewalt.
Unerwünscht wird’s Herz
eiskalt.
Viele schlimmste Folgen hat
diese Krankheit
„Unerwünscht“,
darum ist nichts wichtiger,
als dass du sie stets
bezwingst,
dass du hier, solang’ du
lebst,
Gottes schönsten Dienst
erstrebst,
diesen Dienst: die Herzen
füllen,
Sehsucht nach „erwünscht“ gern
stillen,
dass, wer immer dir
begegnet,
fröhlicher dann weitergeht,
weil ein solcher Mensch bei
dir
erwünscht zu sein erspürt,
erlebt.
Drum ist’s die schönste
Christenpflicht,
Erwünschtsein anderen zu schenken
und vor allem an das Glück
des anderen zuerst zu
denken,
wenn du spürst: der weiß
noch nicht,
dass er Gottes Wunschkind
ist.
(Was ich von Mutter Theresa lernen möchte, R. Fuchs 2004)