Gebet im Sorgenmeer

 

Eben noch „hallelujah!“,

schon sind die Sorgen wieder da.

Mitten in den Sonnenschein

treiben dunkle Wolken rein.

Auf jedes Hoch folgt schnell ein Tief.

Was eben grade, wird bald schief.

So ist das Leben: Auf und Ab

von Kindertagen bis zum Grab.

Und mittendrin, da treibe ich

im Weltenmeer, ein kleiner Fisch,

mit wenig Weisheit, Weitblick, Kraft,

der’s Schwimmen ohne DICH nicht schafft.

O Gott, ich bin ein kleines Wesen.

DU warfst in dieses Meer mein Leben.

Ich find’ den Weg nicht ohne DICH.

Bewahre und beschütze mich.

Bring mich durch Wellengang und Sturm

zu DIR nach Haus, mich kleinen Wurm.

Pass auf, dass nicht mein Herz zerschellt

an rauen Klippen dieser Welt.

Halt mich ganz fest, lass mich nicht los.

Der Lebenswahnsinn ist so groß.

Allein DU, Jesus Christus, bist

mein Retter, meine Zuversicht,

der hoffnungsvoll mich schwimmen lässt.

Behüte mich, sonst geht’s mir schlecht.

Vergiss mich nicht im Sorgenmeer!

Dein kleiner Fisch, er braucht dich sehr.

(Rüdiger Fuchs 1998)