Gott will ins Weihnachtszimmer,

er will die Mitte sein.

Statt Plastikerzenschimmer

bringt er dann hellen Schein.

Sein Licht erwärmt die Herzen,

füllt Sehnsucht völlig aus.

Das Leben kommt ins Leben,

wo sein Kind kommt ins Haus.

Gott will ins Weihnachtszimmer,

in unsre Wirklichkeit,

in leeren Glanz und Glimmer,

in unsre Lebenszeit.

Gott will das Leben füllen,

will wohnen selbst darin,

dann wird er Hunger stillen

nach Leben und nach Sinn.

Gott will ins Weihnachtszimmer,

hinein in Stress und Streit,

wo Jahr um Jahr wird schlimmer

die stumme Einsamkeit.

Dort wird er Worte schenken,

Gespräch, Gemeinsamkeit.

Gott will zum Guten wenden

den Kummer und das Leid.

Gott will ins Weihnachtszimmer,

zu uns, zu dir und mir,

will bei uns sein für immer,

schon heute, jetzt und hier.

Wo er bei uns erscheint,

wo er die Mitte ist,

scheint aus der Ewigkeit

auch uns das Weihnachtslicht.

Gott will ins Weihnachtszimmer.

Nach uns sehnt sich der Herr.

Gott braucht nicht „Himmels“-Schimmer.

Er liebt uns viel zu sehr!

Er will hier mit uns lachen

und teilen Traurigkeit,

will aus uns Menschen machen.

Macht ihm die Herzen weit.

Gott will ins Weihnachtszimmer.

Wagt wieder das Gebet!

Denn: Ohne IHN bleibt’s Winter

und Eiseskälte weht,

wo man den Herrn lässt draußen.

Die Welt erfriert in Not.

Wo Jesus wohnt im Glauben,

da wohnt und hilft uns Gott.

Gott will ins Weihnachtszimmer.

Er muss die Mitte sein.

Statt Plastikkerzenschimmer

bringt er uns hellen Schein.

Sein Licht erwärmt die Herzen,

füllt unsre Sehnsucht aus.

Das Leben kommt ins Leben,

wo Jesus kommt ins Haus.

 

(Rüdiger Fuchs 1997)