Liebe ist...

 

Liebe ist nicht ein Gefühl,                                          Dazu braucht er kein Hochgefühl,

ist Gottes Auftrag, treu zu sein.                                  um uns zu lieben, wie wir sind.

Sie hat nicht eig’nes Glück zum Ziel.             Nur unsre Rettung ist sein Ziel.

Zuerst soll sich der andre freu’n.                               Er sieht in uns das Gotteskind,

Die wahre Liebe wird stets fragen:                das wir, wie Gott hofft, wieder werden.

Wie helf’ ich, dass des andern Gaben                       Er will nicht, dass wir hier verderben.

sich optimal entfalten können?                                  Schau hin zum Kreuz: dort siehst du sie,

Wie ebne ich des andern Bahn?                                die wahre Liebe, wie sie liebt.

Die Liebe wird’s dem andern gönnen,                      Solch Lieben findest du sonst nie.

dass er sich gut entwickeln kann.                              Nicht einer sonst hat so geliebt.

Der wahren Liebe größtes Glück                              Ganz ohne jedes Hochgefühl,

ist, wenn der Nächste glücklich ist.                ja, den Gefühlen ganz entgegen,

Das Glück des andern kehrt zurück               gibt er nicht etwas nur von sich.

im dankbar lächelnden Gesicht.                                Er hat sich selbst für uns gegeben.

Gemeinsam lachen und sich freu’n

dafür setzt Liebe alles ein,                                         So lasst uns neu von Jesus lernen,

sucht in der Not d’rum für den andern                      nicht erstens aus Gefühl zu lieben.

die Last zu tragen und zu trösten,                              Herr, gib uns Mut und DEINE Kraft

und im Ertragen seiner Schuld                                  als Treue Liebe einzuüben.

und im Verzeih’n wird sie am größten.                     (R. Fuchs Oktober 2004)

Sie liebt den anderen gesund

und nichts als treu sein ist der Grund,

warum sie kämpft und hofft und ringt,

dass Miteinander neu gelingt.

Sie gab ihr Wort. Sie will es halten.

Ob jung und schön, ob alt, mit Falten,

ob krank, gesund, ob hoch, ob tief,

geliebt wird die Person an sich

und nicht blos ihre guten Seiten!

Liebe liebt auch noch bei Pleiten,

trotz Pech und Pannen und trotz Grenzen.

So, wie er ist, liebt sie den Menschen.

Die Liebe braucht kein Hochgefühl,

doch fühlt sie oft, sehr oft ganz viel,

fühlt tief ergriffen wunderschön

nach jedem Krisenzeit-Besteh’n

und wenn sie mit der ganzen Kraft

des andern Leben leicht gemacht.

Gefühl kommt meistens hinterher,

nicht erstens, aber um so mehr!

 

Schau hin zum Kreuz, wo Jesus hängt,

weil erstens er an uns dort denkt.

Er betet dort, dass Gott noch nicht

an uns vollzieht sein Strafgericht,

weil wir ans Kreuz die Liebe schlagen

und die Gefolgschaft Gott versagen,

die Schöpfung schänden, die er liebt.

Er betet, dass uns Gott vergibt.