Manchmal...

 

Manchmal, wenn es nicht mehr weiter geht

und keine Kraft ist in mir

und ich lebe wie im Käfig,

in einem Käfig ohne Tür,

 

ihr seht mich an und versteht mich nicht

und ich? – weiß selbst nicht, wer ich bin.

Und die Welt stirbt, während sie noch weiterkreist,

und mein Herz schreit laut nach Sinn,

 

dann schau’ ich hinauf –

wo finde ich Hilfe?

Gott, ich finde sie bei dir.

Du wirst mich behüten

vor dem Zerbrechen,

bist im Dunkeln nah bei mir.

 

Und obwohl du immer für mich da bist,

ist es schwer, dir zu vertraun.

Doch im Finstern, ohne Licht,

will ich trotzdem auf dich baun.

 

Dann schau’ ich hinauf...

(Rüdiger Fuchs 1986)