Pfingsten

(Gedanken zu Apostelgeschichte 2)

 

Was wäre, wenn sie feige geschwiegen hätten,

der Petrus, die andern, um sich statt uns zu retten?

Was wäre, hätten sie unterdrückt,

was sie entzückt?

Hätten sie ihre Gefühle gemeistert,

anstatt ergriffen und begeistert

von Gott zu reden und von dem Leben,

das er gibt einem jeden,

der Jesus Christus zu trauen beginnt –

was wäre gewesen? Dieses bestimmt:

Petrus und „Co.“ wären vielleicht

natürlichen Todes im Kissen gestorben

und nicht durch Verfolger,

nicht durch der Römer Morden.

Zweitausend Jahre Kirchengeschichte wären ausgefallen,

die Gott mit unseren Vorfahren und mit uns allen

von Taufe zu Taufe geschrieben hat.

Es gäbe kein christliches Wort, keine Tat

auf dieser Erde

voll Leid und Gesterbe,

keine Christen und keine Taufgemeinde

– und – wir wären nicht

Schwestern, Brüder, Gottes Freunde.

Wir hätten auch nicht das heutige Fest,

das viele so fröhlich feiern lässt.

Es gäbe heut’ den Gottesdienst nicht,

kein Oster- und kein Pfingstfestlicht

und keine christlichen Feiertage

inmitten des Lebens Hast und Plage.

Wir, falls es uns gäbe,

wir würden wie alle andern

ohne Hoffnung auf Jesus

durch’s Leben wandern...

 

Was wär’, wenn die Apostel geschwiegen hätten?

Wären wir noch zu retten?

(R. Fuchs zum Pfingstsonntag 15.05.05)