Sie
beten an die Macht der Wirtschaft
Oh, Herr, sie beten an die Wirtschaft,
die uns durch’s
Geld ins Armenhaus treibt,
die schon sooft die Liebe
erwürgt hat
und dafür sorgt, dass
schließlich nichts bleibt
als EURO-Glaube, -Hoffnung
und -Lieben
und dass dran stirbt
sozialer Frieden.
O, Herr, sie beten an die
Wirtschaft,
die uns hineintreibt in
Werteverfall,
weil sie nur unsre
‚Kaufkraft’ im Blick hat.
Sie will die Welt aus
„Edel“-Metall.
Sie gibt den Menschen Herzen
aus Hartgeld,
kalt und berechnend für ihre
Markt-Welt.
Sie beten an die Macht der
Wirtschaft,
die Gottes Rat für wertlos
erklärt,
die schon sooft die
Menschheit getäuscht hat,
indem sie lügt, dass Geld
uns ernährt.
Der Mensch lebt nicht vom
Brot nur alleine,
er lebt zuerst
von Liebe und Treue.
Die Macht der Wirtschaft
macht Menschen einsam
und macht die Ellenbogen
stahlhart.
Sie hasst die Worte „wir“
und „gemeinsam“.
Sie schwächt die Schwachen,
macht Starke stark.
Sie predigt: Leistung,
Kämpfen und Siegen,
und dass Versager nichts für
nichts kriegen.
Die Macht der Wirtschaft
macht Menschen Lieb-los.
Liebe und Glaube sind ihr
ein Graus.
Sie will nur Sklaven, herz-
und kritiklos,
die zahlen, kaufen. Basta,
Schluss! Aus!
Und wenn wir keine Kohle
mehr haben,
sind wir erledigt, ein
Wirtschaftsschaden.
Oh, Herr, sie glauben an die
Geldkraft,
die täglich Menschenopfer verlangt:
Opfer unsrer
Leistungs-Gesellschaft,
dem Druck erlegen und
stresserkrankt.
Mit Alkohol- und sonstigen
Süchten
versucht man vor dem Irrsinn
zu flüchten.
Sie beten an die Kraft der
Wirtschaft,
die täglich mehr Natur noch
verbraucht,
die schon so viele Arten
gekillt hat
und der Natur die letzte
Chance raubt:
Zwanzig Hektar Wald sind
verschwunden
auf Erden in nur dreißig
Sekunden ...
... für Möbelbretter,
Straßen und Schienen,
für Wirtschaftswachstum und
für Profit
und für das Eigenheim im Grünen.
Wir treiben Raubbau als
wär’s ein Krieg.
Dass wir dabei das Leben
zerstören
unserer Kinder, woll’n wir nicht hören.
Erkennt den Wahnsinn, hört
auf zu glauben
an kaltes Geld, an
Wirtschaft und Bank.
Lasst euch die Liebe nicht
länger rauben!
Glaube an Mammon macht
Herzen krank.
Wenn ihr zurückkehrt zu
Gottes Lieben
findet ihr Leben, Wahrheit
und Frieden.
(Rüdiger Fuchs 2003, nach EG
615: ‚Ich bete an die Macht der Liebe’
für meinen Freund Fritz Mamitza zum Geburtstag 27. 0ktober 2003)